Die Gebäudehülle
Ein Passivhaus senkt in erheblichem Umfang den CO2-Ausstoß und ist somit mittel- und langfristig gesehen die einzige Bauform, mit der Klimaveränderungen entgegengewirkt werden kann. Die hocheffizienten dreischeibenverglasten Passivhausfenster und die gut isolierte Gebäudehülle führen zu einer Erwärmung des Gebäudeinneren, die den Jahresheizwärmebedarf je nach Nutzerverhalten unter 15 kWh/(m²/a) senken kann. Eine hohe Fugendichtigkeit und das Vermeiden von Wärmebrücken verhindern die Kondensation von Wasserdampf in den Gebäudefugen und beugen damit Bauschäden und Schimmelbildung vor.
Auch bei erheblich höheren Verbrauchswerten, also bei KfW40- oder KfW60-gedämmten Häusern, kann bauphysikalisch auf eine kontrollierte Be- und Entlüftung nicht mehr verzichtet werden, ohne das Risiko von Bauschäden einzugehen.
Passivhaus-Kriterien im Überblick
- Jahres-Heizwärmebedarf ≤ 15 kWh/(m²/a)
- Maximale Heizwärmelast ≤ 10 W/m²
- Gebäudehülle U ≤ 0,1 W/(m²/K)
- Fenster UW ≤ 0,85 W/(m²/K), g = 0,50-0,60
- Weitestgehende Wärmebrückenfreiheit
- Luft- und Winddichtheit: n50 ≤ 0,6 h-1
- Zu-/Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung
ηWBG,t,eff ≥ 75 %, Elektroeffizienz pel ≤ 0,40 Wh/m² - Jahresprimärenergiebedarf
für Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung und Haushaltsstrom ≤ 120 kWh/(m²/a)


